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Einsatz von Tablets und Blogs im Sprachunterricht

Einsatz von Tablets und Blogs im Sprachunterricht

Nach nunmehr einem Semester ist es an der Zeit, das Projekt zu betrachten und auf seine Unterrichtstauglichkeit zu hinterfragen. Wir haben in einzelnen Gruppen unterschiedliche Methoden der Bearbeitung erprobt und dabei die ein oder andere Hürde genommen.

Technische Voraussetzungen:

Die Vorteile des Tabs sind unglaublich – chillig auf dem Sofa das LieblingsBlog lesen, eine kurze Nachricht auf Facebook schreiben und mal eben nach Musik auf Soundcloud stöbern. Aber selbst ein Blog gestalten? Das stellte sich doch als schwierig heraus!

Angefangen bei längeren Eingaben; 140 Zeichen, kein Ding, aber Layout und Absatz? Ein Graus! Insbesondere die fehlende Tastatur und die ungenauen Touch-Displays haben uns das Leben doch gehörig erschwert.

Unbedingt zu empfehlen sind moderne Geräte, externe Tastaturen und ein einheitliches Betriebssystem. Zwischen Googles Playstore, Apples AppStore und Windows Store liegen Welten. Insbesondere bei Windows und Google sind viele Apps nicht auf dem neusten Stand, sodass die WordPress-Homepage deutlich bessere Dienste leistet und Zugriff auf sämtliche Feature gewehrt. Freies W-Lan ist obligatorisch.

Anwendung der Tablets:

Aber egal, welche Geräte die Schule besitzt oder anschaffen will, klar sollte sein, dass jeder Schüler ein eigenes Tablet haben sollte, um Phasen des Recherchierens, Stöberns und Probierens möglichst eigenverantwortlich und schülerzentriert gestalten zu können. Insbesondere beim Anschauen von Videos, dem Hören von mp3s und dem freien Stöbern war der eigene Bildschirm Gold wert. Immer dabei haben sollten die Schüler dabei Kopfhörer, die nur ihre eigenen Öhrchen beschallen, auch wenn die Tablets kein grandiosen dolby-sound liefern.

Anwendung im Unterricht

Vom Alter her sehen wir in der Mittelstufe keine Grenzen. Unsere jüngsten Sprößlinge sind technikaffin und in Bezug auf die Medienkompetenz können wir nicht früh genug anfangen, Interesse zu fördern und das Tablet über den Gameboy-Ersatz hinaus zu einem Arbeitsgegenstand zu machen. Dabei zeigt es sich, dass eine Einführung in gängige Apps, Arbeitsweisen und unterrichtsbezogene Absprachen erfolgen sollten; Tablets verführen zum Abschweifen, was jedoch durch gemeinsame klare Absprachen eingedämmt werden kann. Jeder Schüler sollte dabei sein Tablet, ein Ladegerät, Kopfhörer sowie ggf. eine Tastatur mit sich führen, um gut auf den Unterricht vorbereitet zu sein.

Einbindung eines Blogs:

In Bezug auf Blogs zeigt sich, dass frei zugängliche Seiten (allen voran wordpress) einige Vorteile bieten. Die Anmeldung erfolgt per Mailadresse, lesen kann jeder, der das Blog findet und posten, wer die Zugangsdaten besitzt. Gleichzeitig dienen die Ergebnisse der Öffentlichkeitsarbeit; Unterrichtsergebnisse werden gesammelt, sind öffentlich für Eltern, Interessieret und Mitschüler zugänglich und bleiben nachhaltig im Internet gespeichert. Um Rechtliches sollte sich der Lehrer bzw. die Schule vorweg kümmern, aber dann steht dem Bloggen mit Schülern nichts im Weg.

Unser Fazit:

Bloggen im Unterricht und auch die Nutzung von Tablets stellt sich für uns als schöne Möglichkeit dar, Schülern die Chancen der Mediennutzung zu eröffnen und „modernen Unterricht“ zu gestalten. Insbesondere die Schnittstelle von traditionellem Literaturunterricht und moderneren Medien eröffnet ungeahntes Potential für diverse Unterrichtsprojekte. Unsre gesammelten Unterrichtsideen sind nur ein Anfang!

Marcus & Larrs

Bild: Martin Voltri – Tablet – FlicR CC BY 2.0

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